Die Rasse

Ursprung und Geschichte des Rhodesian Ridgebacks

        Der Rhodesian Ridgeback ist die zur Zeit einzige vom F.C.I. anerkannte Rasse aus
         Südafrika. Die Spuren der bei uns auch als Löwenhunde bekannten Ridgebacks
         führen uns zu den Hunden der Khoi-Khoin.

         Die ersten europäischen Siedler kreuzten mit den sehr leistungsfähigen und zumeist
         einen Ridge tragenden Hunden der Einheimischen, einzig mit dem Ziel, gute Jagd-
         hunde zu züchten. Der Ridge wurde dominant weitervererbt und so erbten ihn die
         meisten Nachkommen dieser Kreuzungen.

Erste Berichte portugiesischer Seefahrer über Hunde mit Ridge im südlichen Afrika datieren aus dem späten 15.Jahrhundert. Sie beschrieben Hunde, die sich mutig und ungezähmt wilden Raubtieren entgegenstellten. Ihre Besitzer waren die in Südafrika beheimateten Khoi-Khoin, umgangssprachlich auch besser als „Hottentotten“ bekannt.

Der genaue Ursprung sowohl der Khoi-Khion, als auch ihrer Hunde ist leider nicht endgültig zu klären. Man vermutet, dass die Khoi-Khoin aus Asien nach Afrika eingewandert sind. Ferner nimmt man an, dass sie die Ridge-tragenden Hunde nicht aus Asien mitgebracht, sondern sie diese in Afrika vorfanden.

Mit Eintreffen der ersten europäischen  Siedler im 17.Jahrhundert kamen auch ihre Hunde nach Südafrika.
Wir wissen, dass die europäischen Hunde größtenteils nicht gut mit dem afrikanischen Klima
zurecht kamen. Es kam jedoch schon früh zu den ersten, zufälligen Paarungen zwischen den
einheimischen Hunden und denen der Siedler. Die einheimischen Hunde und die Nachkommen der Paarungen mit den mitgebrachten Hunden waren ausdauernd und mutig
im Kampf gegen Raubtiere. Sie kamen gut mit dem Klima dieser Region zurecht. Die Hunde wurden zu vielen verschiedenen Zwecken eingesetzt. Sie begleiteten die Jäger, bewachten das
Haus, passten aber auch auf die Viehherden auf.
Viele dieser Hunde trugen als auffälliges Merkmal einen Ridge auf den Rücken.
Auffällig war, dass der Ridge sich auch bei vielen Nachkommen aus Paarungen mit europäischen Hunden zeigte.

Die Siedler hatten zu dieser Zeit andere Sorgen, als das Aussehen ihrer Hunde und es wurde nur nach Gebrauchseignung ausgewählt.

Es vermehrten sich auf Dauer nur die Hunde, die bei der Jagd überlebten. Dabei war es nicht die Aufgabe der Hunde, mit dem gejagten Tier zu kämpfen oder es gar zu töten. Der Hund sollte es nur solange stellen, bis der Jäger an Ort und Stelle war.

Bei uns ist der Ridgeback auch als „Löwenhund“ bekannt. Tatsächlich war sein Einsatz für die Jagd auf Löwen spektakulär. Hierfür brauchte er nicht nur eine Menge Mut, sondern musste es auch verstehen, den König der Tiere mit enormer Wendigkeit so zu stellen, dass dieser ihm
selbst nicht gefährlich werden konnte. Kein rassetypischer Ridgeback wäre so unvernünftig, mit einem Löwen zu kämpfen.
Es waren seine Qualitäten als Jagdhund, mit denen er Aufsehen bis weit über die Grenzen 
Afrikas erregte.

Die ersten Ridgbacks kamen erst im späten 19.Jahrhundert nach Rhodesian, das heute besser unter dem Namen Zimbabwe bekannt ist.

Der bekannte Großwildjäger Cornelius van Rooyen war von diesen Ridgebacks und deren jagdlichen Fähigkeiten derart angetan, dass er sich für seine Zucht einige Hunde auslieh.

Es ist leider nicht bekannt, welche Hunderassen an diesen Verpaarungen  beteiligt waren, man weiß nur, dass neben doggenartigen Hunden auch Bloodhounds, Pointer und verschiedene andere europäische Jagdhundrassen verwendet wurden.

Auch van Rooyen züchtete seine Hunde nicht nach äußerlichen Aspekten, sondern sein Ziel war einzig, einen gebrauchstüchtigen Jagdhund für die Großwild- und Löwenjagd zu züchten.

Es ist allein dem dominanten Erbgang des Ridges zuzuschreiben, dass viele Nachkommen dieser Paarungen einen Ridge trugen.

Im Jahr 1922 gründete Francis Richard Barnes den  „Rhodesian Ridgeback Club“ in 
Bulayawo im Südwesten Rhodesiens.

Zugleich wurde ein Standard auf Grundlage des damals gültigen Dalmatinerstandards geschaffen.

Bereits zwei Jahre später wurde dieser Standard und somit der Rhodesian Ridgeback als eigene Rasse  von der South African Kennel Union anerkannt.

Die ersten Züchtungen mit Zuchtbucheintragungen des Rhodesian Ridgebacks fanden in Europa ab 1928 statt.

(teilweise 
entnommen und zusammengefasst aus: Ann Chamberlain „Mein gesunder Rhodesian Ridgeback“ bede-Verlag)